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Feinde an meinem Tisch

Der Titel weist auf eine ungewöhnliche Situation hin, die Unangenehmes und Gefahr beinhaltet (mit sich bringt). Auf dem Tisch liegt eine Hand, die wirkt als hätte sie aufgegeben, nach irgendetwas zu greifen. Vielleicht gehört sie zu einem toten oder bewusstlosen Menschen am Tisch. Von der rechten Bildseite her schiebt sich eine zweite Hand mit einer Maschinenpistole ins Bild. Der Tisch und das Zimmer, in dem er sich befindet, scheint Schauplatz einer höchst bedrohlichen Situation zu sein (bewaffnete Auseinandersetzung). Wir können nicht erkennen, wer der Feind am Tisch ist und welche der Hände zu ihm gehört. Nicht nur die Maschinenpistole, sondern auch die Grundfarbe des Bildes - dieses smaragdlichtgrün , das wir aus der Kriegsberichterstattung des Fernsehens her kennen, weisen auf eine Kriegsszene hin Es ist Nacht in diesem Kriegsgebiet und die Nacht ist eigentlich nicht die aktive Zeit der Menschen. Ohne technisches Gerät würden sie sich in der Dunkelheit nur schwer zurechtfinden. Das Nachtsichtgerät lässt alle Farben, auch die des Blutes, grün erscheinen. Ganz anderes ist es bei nachtaktiven Tieren. Ihre Augen erkennen im Restlicht alles. In der Mitte des Bildes unterhalb der Tischkante, entdecken wir eine Katze. Sie wedelt aufgeregt mit ihrem Schwanz. Ein Zeichen dieser Haustiere, dass ihnen diese Situation gar nicht gefällt. Denn dieses Zimmer und dieser Tisch gehört zu ihrem Bereich, ist ihr Haus. Sie sieht alles ohne Nachtsichtgerät und diese Hauskatze spricht auch den Titel des Bildes. Wir vergessen immer, dass im Krieg nicht nur Menschen sterben, sondern auch das Leben und der Lebensraum von Tieren in gleicher Weise bedroht ist.