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Parade der Bauernopfer

Viele Staaten veranstalten Jubelfeiern, um so ihre politische Führer zu loben und ihre militärische Stärke zu demonstrieren. Besonders vor und nach Kriegen sind diese Militärparaden ein beliebtes Mittel, die Menschen auf die Nation einzuschwören und Tod und Verletzungen vergessen zu machen. Meist in vorderer Reihe marschieren stolz die mit Orden behängten Kriegsveteranen und grüßen freundlich die Befehlshaber auf der Ehrentribüne. Doch die Kriegskrüppel im Rollstuhl ohne Beine oder die deren Arme nur noch Stümpfe sind, wird man bei diesem Aufmarsch vergeblich suchen. Sie sind unerwünscht, denn ihre Anwesenheit könnte das Bild vom sauberen Krieg der starken und unverwundbaren Soldaten beschädigen. Man mag auch keine trauernden Witwen, weinende Mütter und Kriegswaisen am Straßenrand. Die, die einmal an den guten Krieg glaubten, bis sie eines besseren belehrt wurden, sollen gefälligst zu Hause bleiben und ihr Wissen für sich behalten. Und das die Toten nicht wieder aufstehen und ihre Erfahrungen mitteilen können, ist auch sicher. Daher kommt die Wahrheit über den Krieg selten zu Wort. Nur sehr selten, wenn die Regierung die Opferzahlen nicht mehr leugnen kann und die Vermisstenzahlen täglich steigen, wächst der Widerstand in der Bevölkerung und die im Bild dargestellte Szene wird real. So war es damals bei den Demos gegen den Vietnam Krieg und so kommt es heute zur Kriegsunlust am Irakkrieg. Doch das Regime will die Meinung der Opfer nicht hören und geht wie im Bild unten links zu sehen, mit Polizeigewalt und Gummiknüppeln gegen die Demonstranten vor.